21. Mai 2012
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Taufe in unserer Pfarrgemeinde
Segne dieses Kind
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Wenn ein Kind zur Welt kommt, wünschen wir ihm Gesundheit, wünschen, dass es ein glücklicher Mensch wird, dass das Leben dieses Kindes glückt und von ihm auch Glück ausgeht für andere Menschen. Wir können auch sagen, dieses Kind soll ein gesegneter Mensch sein, der auch anderen Segen ist. Vielleicht hört sich das altmodisch an. dich es ist unser wichtigster Wunsch, dass das leben eines Kindes gesegnet sei, d.h. alle Kräfte des Liebes, des herzens und des Geistes geweckt werden und diesen Knd senen Platz und sein Glück im Leben findet. Genau das meint der Wunsch, dass das Kind ein "gesegneter" Mensch sein möge. Wie schön, wenn auch einmal andere Menschen von Ihrem Kind sagen können: Es ist ein Segen, dass es dich gibt!Taufe

Dabei gehört für Christen zum Fest der Geburt eines Kindes, dass sie es zur Kirche bringen und taufen lassen. Wenn Eltern ein Kind empfangen, empfinden sie Dankbarkeit. Ein Kind ist ein großes Geschenk. Wenn Eltern darum ihre Kinder zur Kirche bringen und taufen lassen, kann man das auch so verstehen, dass sie Gott gegenüber sagen: Hier ist unser Kind. Wir haben es uns nicht selbst gegeben. Es gehört nicht uns. Wir sind nur Treuhänder an ihm. Wir bitten dich, es zu behüten, zu führen und zu segnen. Wir bitten dich, bei ihm zu sein ein ganzes Leben hindurch, denn deine Sorge reicht weiter als unsere.

In der Tat kann man die Taufe als eine Art "Adoption" eines Menschen durch Gott beschreiben.
Als Jesus sich taufen ließ, hörte er, wie das Evangelium erzählt, eine Stimme: Dies ist mein geliebter Sohn.
So spricht Gott in der Taufe auch über den Täufling: Du bist mein geliebtes Kind.
Das verändert die ganze Welt für dieses Kind. Es braucht sich nicht mehr zu fürchten, sondern kann Vertrauen fassen und sagen: Vater im Himmel.

Taufe im Fluss

Die Taufformel lautet: Ich taufe dich "Im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes. Zu diesen Worten kommt das Übergießen mit Wasser. Wenn wir das Taufwasser über den Kopf des Kindes gießen, ist das ein bedeutungsvolles, ein sprechendes Zeichen: Es gibt kein Leben auf dieser Erde ohne Wasser. Wasser braucht der Mensch auch, um rein zu sein. Wasser aber ist zugleich auch Ausdruck des Bedrohlichen. Die Wasser können über einen Menschen zusammenschlagen und ihn verschlingen. Die tiefste Bedeutung des Wassers kommt von Jesus. Er sagte von sich einmal: Wie Jona, den der Fisch verschlang, aus dem Wasser gerettet wurde, so werde ich aus diesem Tod auferstehen. So geht es auch für uns darum, dass die Wasser des Todes nicht endgültig über uns zusammenschlagen.

Früher war das Zeichen der Taufe deutlicher als heute: man tauchte das ganze Kind ins Wasser und hob es wieder heraus. Deshalb sagte man: wir heben ein Kind aus der Taufe. Das Herausheben ist das Entscheidende, denn es bedeutet die Rettung, die Aufestehung. Eiin Mensch, der getauft ist, kann sagen: Wie Jesus Christus lebt, so werde auch ich leben. Auch für mich wird der Tod nicht das Ende sein, sondern der Anfang eines ganz anderen, neuen Lebens.

Das Kind wird mit seinem Namen angesprochen. Das ist sehr wichtig. Einem Kind immer wieder seinen Namen zu sagen, lässt es spüren, dass es jemand ist und dass es bejaht wird. Und das Kind erfährt ja durch die Eltern, dass es ohne Einschränkung geliebt wird. So könnn auch Sie dem Kind den Glauben und die Hoffnung vermitteln, dass hinter seinem Leben noch ein anderer steht als seine Eltern; einer, dem es sich bedingungslos anvertrauen kann. In dieses Vertrauen hineinzuwachsen, ist die Aufgabe der religiösen Erziehung und Hinführung zum christlichen Glauben. ... Taufe und glauben gehören zusammen. Wenn Eltern ihr Kind in unmündigem Alter taufen lassen, ist damit immer auch die Frage nach ihrem persönlichen Glauben gestellt. (Auszüge aus dem Taufbrief, der den Eltern bei der Taufanmeldung überreicht wird)