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22. Februar 2012
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Die 7 Sakramente - Liebeserklärungen Gottes in Worten und Zeichen

Eine Rose ist eine Rose ist eine Rose...

Menschen deuten ihr Leben in Zeichen und Worten

Wir Menschen verwenden sichtbare und spürbare Zeichen, um miteinander in Beziehung zu treten und der Beziehung eine Bedeutung und Deutung zu geben: Wir winken einander zu, geben uns die Hand, schreiben, nehmen uns in den Arm, klopfen jemandem auf die Schulter,... Diese Zeichen deuten aber nicht nur etwas, sie bewirken und vertiefen gleichzeitig, was sie andeuten. So drückt die Rose, die ich geschenkt bekomme, Zuneigung und Liebe aus und erweckt in mir ein Gefühl der Freude.
Das Kreuzzeichen, vor dem Verlassen des Hauses auf die Stirn des Kindes gezeichnet, drückt die Hoffnung auf Gottes Segen aus und gibt dem Kind Kraft und Zuversicht auf dem Weg. Natürlich gibt es auch Zeichen, die Ärger und Wut oder auch Angst verursachen, so zum Beispiel das Tippen an die Stirn oder das Drohen mit dem Zeigefinger.

Auch Jesus wusste um die Bedeutung und Wirkung von Zeichen, Gesten und körperlicher Zuwendung:
Er ging zur der Schwiegermutter des Petrus, die an einem Fieber litt, fasste sie an der Hand und richtete sie auf. (Mk 1,31)
Er nahm den Taubstummen beiseite, legte ihm die Finger in die Ohren und berührte die Zunge des Mannes mit Speichel, danach blickte er zum Himmel auf... (Mk 7,33)
Er nahm die Kinder in seine Arme; dann legte er ihnen die Hände auf und segnete sie. (Mk 10,16)

ReliefDie Sakramente sprechen ebenfalls nicht nur unseren Verstand an, sondern auch unsere Sinnesorgane. Sie werden sichtbar und spürbar. Es sind alltägliche, vertraute und elementare Dinge und Handlungen, in denen die Sakramente erfahrbar und wirksam werden:
- Wasser, das belebt, erfrischt und reinigt, wird über den Kopf gegossen;
- mit Öl, das uns heilt und stärkt, wird ein Kreuz auf die Handflächen gezeichnet;
- Brot, das unseren Hunger stillt; Wein, der uns Freude schenken will - beides wird uns gereicht

Wichtig zu den Zeichen ist das gesprochene Wort, denn es macht das Geschehen ein-deutig. Die Absicht eines Handschlags beispielsweise wird erst deutlich durch die Worte: "Guten Tag", "Herzlich willkommen", "Herzlichen Glückwünsch zum Geburtstag" oder "Herzliches Beileid".

Jesus fasste das Mädchen an der Hand und sagte zu ihm: Talita kum!, das heißt übersetzt: Mädchen, ich sage dir, steh auf! (Mk 5,41);
zu dem Taubstummen sagte er - nachdem er ihm die Finger in die Ohren gelegt hatte: Öffne dch! (Mk 7,34);
und das Brot beim letzten Abendmahl brach er und reichte es den Jüngern mit den Worten: Nehmt, das ist mein Leib. (Mk 14,22)

Auch bei der Spendung der Sakramente braucht es Worte, um das Geschehen zu deuten. So wird in der Taufe beim Übergießen des Kopfes mit Wasser - dies ist das sichtbare und fühlbare Zeichen beim Spenden des Taufsakramentes - nicht etwa der Kopf gewaschen Buchempfehlung: Zum Taufen nimmt man Wasser ohne Seife von Ursel Scheffler und Jutta Tim - auszuleihen in unserer Bücherei St. Marien). Die Worte des Priesters oder Diakons: "Ich taufe dich im Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes.", machen klar, dass der Getaufte ein neuer Mensch wird, er gehört jetzt zur Gemeinschaft der Getauften.