Die Möglichkeit zu Gespräch und Hilfe Regelmässig finden Sie an dieser Stelle Informationen von den drei Kreuzbundgruppen unserer Gemeinde. Heute möchte ich Ihnen den Weg eines Alkoholkranken vorstellen, ebenso habe ich die Stationen der Gesundung aufgeführt: Welchen Weg geht ein Alkoholkranker? 1. Regelmäßiges Erleichterungstrinken bei seelischen und körperlichen Spannungen. 2. Gieriges Trinken der ersten Gläser. 3. Heimliches Trinken. 4. Gedächtnislücken. 5. Schuldgefühle wegen des Trinkens. 6. Abnehmende Fähigkeit, mit dem Trinken aufzuhören. 7. Kontrollverluste. 8. Erklärungen für das Trinken werden notwendig. 9. Sehr selbstsicheres und aggressives Verhalten stellt sich ein. 10. Rückfälle nach Perioden des Verzichts. 11. Verlust von Interessen, Freunden und Arbeitsplatz. 12. Sichern eines Vorrats an Alkohol. 13. Zittern und morgendliches Trinken. 14. Sinken der Alkoholverträglichkeit. 15. Verschlechterung des Körperzustandes. 16. Verfall der Persönlichkeit. 17. Trinken wird zur Besessenheit. 18. Zusammenbrüche.
Die GesundungDie Genesung braucht nicht erst nach dem gänzlichen Zusammenbruch zu beginnen.
1. Der Wunsch nach Hilfe entsteht. 2. Die Erkenntnis, dass Alkoholismus eine Krankheit ist, wird angenommen. 3. Erfahrung: Bei Anderen ist die Krankheit zum Stillstand gebracht worden. 4. Das Ende des Trinkens setzt ein. 5. Es erfolgt eine Bestandsaufnahme des bisherigen Weges und Zustandes in Einzel- und Gruppengesprächen. 6. Das Denken normalisiert sich. 7. Die Angst vor der Zukunft nimmt ab. 8. Neue Interessen, Ideale und Freundschaften bilden sich. 9. Der Wunsch, auf Alkohol auszuweichen, verschwindet. 10. Die Fähigkeit, mit Gefühlen richtig umzugehen, wächst. 11. Eine neue Zufriedenheit wird gewonnen. 12. Ein klarer und sinnvoller Weg zu leben eröffnet sich. Er reicht über die früheren Möglichkeiten hinaus. Ich kann nicht mehr ...In Ihrer Familie dreht sich alles um Alkohol. Sie entschuldigen Ihren Partner bei Verwandten, Freunden und an der Arbeitsstelle. Sie haben alles versucht, damit Ihr Partner von seinem Suchtmittel loskommt - ohne Erfolg!
Ich steige aus ...Partnerinnen von suchtkranken Männern suchen immer wieder die Schuld für das Trinken bei sich selbst. Ihr ganzes Bemühen zielt darauf, den Partner vom Trinken abzubringen. Dabei schränken sie ihr eigenes Leben massiv ein.
Partner von suchtkranken Frauen erleben das Trinken ihrer Partnerin als persönliches Versagen. Sie suchen leider viel seltener Hilfe für sich.
Kinder aus Suchtfamilien fühlen sich einerseits überfordert, vernachlässigt oder vergessen. Sie tragen zu früh zu viel Verantwortung und sind um ihre Kindheit betrogen.
Hilfe ist möglich!
Angehörige von Suchtkranken finden Hilfe in Selbsthilfegruppen ...Eine Selbsthilfegruppe entlastet und hilft. Hier können Sie über Ihre Probleme reden. Sie treffen auf Menschen mit Verständnis, weil sie die gleichen Sorgen und Nöte haben wie Sie. Das Ziel der Selbsthilfegruppe ist die Verbesserung der Lebenssituation für die gesamte Familie.
Wir freuen uns darauf, wenn auch Sie sich mit uns treffen!  Kontakte über:
Winfried Gausmann, Tel.: 8 35 88
Peter Evers, Tel.: 6 68 79
Ute Kappes, Tel.: 8 21 01
Auch im Internet zu erreichen: KREUZBUND - Im Diözesanverband Münster
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