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22. Februar 2012
Öffnet die Türen! PDF Drucken E-Mail

Pforte St. MarienLiebe Gemeindemitglieder!

Liebe Gäste!

 

Herzlich willkommen
auf der Internetseite
der Katholischen     
Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt
in Rheine.
Wir freuen uns, dass Sie uns hier besuchen.

Auf unserer Homepage erfahren Sie einiges aus der Geschichte und zur heutigen Situation unserer Gemeinde. Die Institutionen, Gremien, Gruppen und Verbände unserer Kirchengemeinde stellen sich hier vor. Ebenfalls informieren wir Sie über die Spendung der Sakramente in unserer Gemeinde und darüber, wo Sie Rat und Hilfe in allen möglichen Lebenssituationen erhalten können (Eheberatung, Caritas, Trauerarbeit...) und wo wir als Gemeinde Rat und Hilfe geben (nicht nur in Rheine, auch durch Projekte in aller Welt).

Wir versuchen, unsere Homepage so aktuell wie möglich zu halten. Falls Sie Fragen haben, stehen Ihnen das Seelsorgeteam (unter: Über uns) und die Mitglieder des Pfarrgemeinderates (unter: Gremien) gerne zur Verfügung.

Die Fotos der offenen Türen unserer Gemeinde (links die Kirche St. Marien, rechts die Kirche St. Josef) sind ein Symbol für das, was wir sein möchten:

- eine Gemeinde, die einlädt,
- eine Gemeinde, die offen ist für suchende Menschen,
- eine Gemeinde, die keinem die Tür vor der Nase zuschlägt.

Wir wünschen Ihnen und uns, dass wir gemeinsam diese Erfahrung der offenen Türen machen.

 

Masken

Wo du geliebt wirst, kannst du getrost alle Masken ablegen,
darfst du dich frei und ganz offen bewegen.

Wo du geliebt wirst, zählst du nicht als Artist,
wo du geliebt wirst, darfst du so sein, wie du bist.

Wo du geliebt wirst, musst du nicht immer nur lachen,
darfst du es wagen, auch traurig zu sein.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Fehler machen
und du bist trotzdem nicht hässlich und klein.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Schwächen zeigen
oder fehlenden Mut,
brauchst du die Ängste nicht zu verschweigen,
wie es der Furchtsame tut.

Wo du geliebt wirst, darfst du auch Sehnsüchte haben, manchmal ein Träumender sein,
und für Versäumnisse, fehlende Gaben,
räumt man dir mildernde Umstände ein.

Wo du geliebt wirst, brauchst du nicht ständig zu fragen nach dem  vermeindlichen Preis.
Du bist von der Liebe getragen, wenn auch unmerklich und leis´.

 

Herzliche Einladung zum Familiengottesdienst am Sonntag, 19. Februar 2012, um 10.30 Uhr in der Marienkirche.
Die Kinder sind eingeladen in Kostümen zu kommen. Im Anschluss an den Gottesdienst laden wir zu einem Treffen im Gemeindezentrum bei Quarkbällchen, Kaffee und kalten Getränken ein.

 

Der nächste Schritt

Mut gibt es gar nicht. Sobald man überlegt, was man ist,
ist man schon an einem bestimmten Punkt.
Man muss  nur den nächsten Schritt tun.
Mehr als den nächsten Schritt kann man überhaupt nicht tun.
Wer behauptet, er wisse den übernächsten Schritt, der lügt.
So einem ist auf jeden Fall mit Vorsicht zu begegnen.
Aber wer den nächsten Schritt nicht tut, obwohl er sieht,
dass er ihn tun könnte, tun müsste, der ist feig.
Der nächste Schritt ist nämlich immer fällig.
Der nächste Schritt ist nämlich nie ein großes Problem.
Man weiß ihn genau. Eine andere Sache ist, dass er gefährlich werden kann.
Nicht sehr gefährlich. Aber ein bisschen gefährlich kann auch der fällige nächste Schritt werden.
Aber wenn du ihn tust, wirst du dadurch,
dass du erlebst, wie du ihn dir zugetraut hast, auch Mut gewinnen.
Während du ihn tust, brichst du nicht zusammen, sondern fühlst dich gestärkt.
Genau das Erlebnis, dass du einen Schritt tust,
den du dir nicht zugetraut hast, gibt dir das Gefühl von Stärke.
Es gibt nicht nur die Gefahr, dass du zu viel riskierst,
es gibt auch die Gefahr, dass du zu wenig riskierst.

Dem Gehenden schiebt sich der Weg unter die Füße.

                                                                Martin Walser (aus: Der Andere Advent)

Dass wir gemeinsam Schritt für Schritt in das neue Jahr gehen, die nötigen Schritte tun, dass wir einander etwas zutrauen, weil Gott uns etwas zutraut, das wünscht Ihnen und uns

                                             Ihr Seelsorgeteam

 

Die Wirtin

Ich höre den Lärm von drüben. All das Geplapper der Leute.            
Das Geklapper aus der Küche. Jemand ruft nach mir.
Es sei doch wahrlich genug zu tun um diese Zeit.
Ich habe das alles hinter mir gelassen.
Schnell bin ich aus der Gaststube raus.
Über den Hof, zu dem alten Stall.
Ich sehe durch einen Spalt in den Brettern.
Eine ganz andere Welt. Das junge Paar, ziemlich abgerissen.
Sie legen Stroh in die Krippe, so liebevoll.
Der Mann zündet ein Licht an.
Die Frau streichelt dem Esel über die Nase.
Es sei kein Platz hatte ich ihnen eben noch gesagt,
nachdem sie drüben geklopft hatten,
es sei alles voll und ich hätte keine Zeit.
Der Lärm der Welt hatte mich fest im Griff.
Ich war ein Teil davon. Nun ist es anders.
Sie hatten ein zweites Mal angeklopft.
Ein leiser Ton, der sich in den Zwischenräumen der Geräusche
einen Weg suchte.
Hinten sei ein Stall, sagte ich, da könnten sie ausruhen.
Nun stehe ich hier und lausche.
Die Stimmen an den Tischen, das Geschrei aus der Küche,
die ganze Rastlosigkeit - kann mir alles nichts mehr anhaben.
Ich lausche nach drinnen.
Kann man Licht hören?
Ich klopfe.
Ganz leise.

                                          aus: Der Andere Advent

Ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest - dass Sie die Rastlosigkeit ein wenig hinter sich lassen können und das Licht hören,
dass Jesus Christus ist - wünscht Ihnen das Seelsorgeteam Ihrer Kirchengemeinde St. Mariä Himmelfahrt.


Mittagessen mit Gott

Ein kleiner Junge wollte Gott treffen.
Er packte einige Coladosen und Schokoladenriegel in seinen Rucksack
und machte sich auf den Weg.
In einem Park sah er eine alte Frau,
die auf einer Bank saß und den Tauben zuschaute.

Der Junge setzte sich zu ihr und öffnete seinen Rucksack.
Als er seine Cola herausholen wollte,
sah er den hungrigen Blick seiner Nachbarin.
Er nahm einen Schokoriegel und gab ihn der Frau.
Dankbar lächelte sie ihn an - ein wundervolles Lächeln!
Um dieses Lächeln noch einmal zu sehen, bot ihr der Junge auch eine Cola an.
Sie nahm sie und lächelte wieder, noch strahlender als zuvor.
So saßen die beiden den ganzen Nachmittag im Park.
Als es dunkel wurde, verabschiedete sich der Junge.

Zu Hause fragte ihn seine Mutter: "Was hast du denn heute Schönes gemacht,
dass du so fröhlich aussiehst?"
Der Junge antwortete: "Ich habe mit Gott Mittag gegessen -
und sie hat ein wundervolles Lächeln!"

Auch die alte Frau war nach Hause gegangen, wo ihr Sohn sie fragte,
warum sie so fröhlich aussehe.
Sie antwortete: "Ich habe mit Gott Mittag gegessen -
und er ist viel jünger, als ich dachte."

                                            VerfasserIn unbekannt

                                                     Das Seelsorgeteam wünscht Ihnen einen schönen Sommer und erholsame Ferien!


Komm, Heiliger Geist,
komm als heilender Geist in unsere Begegnungen.
Komm, dass wir uns gegenseitig Gutes gönnen.
Komm, dass wir uns nicht immer nur die Ellebogen in die Rippen stoßen,
wenn es um unsere Interessen geht.
Komm, dass wir nicht mehr Platz und Mittel zum Leben gebrauchen,
als nötig.
Komm als Geist der Bescheidenheit, der Sanftmut, der Achtsamkeit, als Geist der Liebe

Komm, Heiliger Geist, in die Begegnungen an unserem Brunnen des Lebens,
damit wir in Ehrfurcht vor Gott,
einander und allem Lebendigen zuträgliches Leben erfahren und gestalten.
Amen.

Wir gegegnen uns am Brunnen des Leben und freuen uns, dass wir uns sehn.
Wir begegnen uns am Brunnen des Lebens und sagen Dir: Das Leben ist schön!

Wir begegnen uns am  Brunnen des Glaubens und loben laut, dass Gott Leben schenkt.
Wir begegnen uns am Brunnen des Glaubens und sind vergnügt, weil Gott an uns denkt.

Wir begegnen uns am Brunnen der Hoffnung und stärken uns: Das Leben wird gut.
Wir begegnen uns am Brunnen der Hoffnung und sagen Dir: Verlier nicht den Mut!

Wir begegnen uns am Brunnen der Liebe und wissen dann: Gott ist mein Freund.
Wir begegnen uns am Brunnen der Liebe und sagen Dir: Sein keinem ein Feind!

 

Jesus, du bist anders

Du halfst dem römischen Hauptmann, als alle gegen die Soldaten kämpften.
Du stelltest dich neben die ehebrecherin, als sich alle von ihr distanzierten.
Du vergabst dem petrus, als er sich selbst verdammte.
Du bist bei dem Zöllner eingekehrt, als alle ihm den Rücken kehrten.
Du hast die Kinder zu dir gerufen, als alle sie fortjagen wollten.
Du versprachst dem Schächer am Kreuz das Himmelreich, als alle ihn zur Hölle gewünscht haben.
Du zeigstest auf die opfernde Witwe, als sie von allen übersehen wurde.
Du machtest aus dem Paulus einen Apostel, als alle sich aus angst verkrochen.
Du lehntest allen Ruhm ab, als alle dich zum König machen wollten.
Du stelltest dich auf die Seit der Armen, als nur die Reichen etwas galten.
Du heiltest die Kranken, als sie von allen aufgegeben waren.
Du schwiegst, als alle dich verklagten, verspotteten und auspeitschten.
Du starbst am Kreuz, als alle das Passafest feierten.
Du nahmst alle Schuld auf dich, als alle ihre Hände in Unschuld wuschen.
Du bist vom Tod auferstanden, als alle sagten, nun sei es zu Ende.

Jesus, ich danke dir, dass du anders bist!

 

Engel im Alltag

Nicht immer haben Engel Flügel,
weißes Gewand und goldenen Stern.
Sie leben meistens auf der Erde
und sind dem Himmel recht fern.

Ein Engel, irdisch und ganz menschlich,
der öffnet weit des Herzens Tor,
er will einfachn nur da sein
und leiht dir willig stets sein Ohr.

Ein Engel hat Geduld und Liebe,
sagt nie. Ich habe keine Zeit.
Er ist, wann immer du ihn brauchst,
für dich zur Hilfe stets bereit.

Ich wünsche dir heut´solch einen Engel,
damit ein weihnachtlicher Schein
ein ganzes Jahr in deinem Herzen,
ein ganzes Jahr mag um dich sein.


Los geht`s

Brich einfach auf,
auch wenn es wieder 1000 Gründe zum Aufschieben gibt.
Beginne des Weg Schritt für Schritt.
Sei unterwegs mit Leib und Seele und mit ganzem Herzen.

Grenz dich nicht ein,
auch wenn du glaubst, das Ziel rückt dadurch weiter weg.
Habe Achtung vor Menschen, die Schöpfung, für Gott und dich.
Öffne dich, und der Weg wird dich verändern.

Triff ruhig Entscheidungen.
Es ist schwer, zu vielen Zielen zu folgen.
Wäge ab und gib manches auf.
Entscheide dich in Freiheit
und du erfährst Grenzenlosigkeit.

Verlier das Ziel nicht aus den Augen,
finde deine Pfade durch den Alltag hindurch,
schau in die Augen der Menschen,
spüre die Wunder der Schöpfung,
versuche das Geheimnis, das du selbst bist, zu ergründen.

Teile deine Sehnsucht mit anderen.
Verfalle nicht in Routine.
Lass dich nicht entmutigen.
Gönne dir Pausen
und frag mal nach dem Weg,
und du wirst nicht allein bleiben.

Sammle auf dem Weg
alles, was dich stark und liebenswert macht.
Sei großzügig mit deinen Talenten und Gaben.
Mach anderen Mut zum Aufbruch.
Bringe Hoffnung in die Welt,
und du wirst ankommen.

aus: Abenteuer: Leben. Zum Sinn des Lebens finden - von Guido Erbrich


 

Gott, du bist der Brunnen - doch ich bohre nicht tief genug.
Du bist die Sonne - doch ich nutze deine Energie nicht.
Du bist das Ziel - aber ich fahre im Kreisverkehr.
Du bist der Puls - doch ich spüre nicht, wie du klopfst.

Gott, du bist das Brot - doch ich mag lieber Kuchen.
Du bist der Hunger - doch ich bin übersättigt.
Du bist die Mitte - doch ich zentriere mich nicht.
Du bist die Antwort - doch ich höre nicht hin.

Gott, du bist die Frage -
doch ich lass mich nicht gern hinterfragen.
Du bist der Atem - dich ich bin so kurzatmig.
Du bist der Sturm - doch ich möchte meine Ruhe haben.
Du bist die Stille -doch ich halt´das nicht aus.

Gott, du bist das Boot - doch ich möchte nicht rudern.
Du bist der Anfang - doch ich möchte selbst der Erste sein.
Du bist das Ende - doch ich sträube mich gegen Begrenzung.
Du bist die Hand - doch ich zögere, sie zu ergreifen.

                                            Hermann Josef Coenen

 

Das Computer-Gebet   

Gott, du bist mein Programmierer,
ich kann niemals "abstürzen".

Du installierst Deine Software
auf der Festplatte meines Herzens.
Alle Deine Befehle sind benutzerfreundlich.

Deine Gebrauchsanweisung führt mich
auf die richtigen Seiten um Deines Namens willen.

Selbst wenn ich durch die Probleme
und Schwierigkeiten des Lebens "surfe",
muss ich keinen Virus befürchten,
denn Du bist mein "Back up".

Dein Passwort schützt mich.
Du wirst mir ein Menü ausarbeiten,
wenn mich meine Feinde bedrängen.

Deine Hilfe ist nur einen Tastendruck entfernt.
Deine Güte und Deine Barmherzigkeit werden
mich jeden Tag meines Lebens begleiten.

Am Ende vereinige bitte meine "Datei"
mit der Deinen und ich bin für immer gerettet.

                                                           SchwesterM. theodolinde Mehltretter, München
                                                           aus: "Frauen, Leben, Beten",  Benno-Verlag


Osterspuren

Wenn einer mir die Frage stellt
nach Osterspuren in unserer Welt,
muss ich nicht schweigen,
will ich ihm zeigen, won und wann heute eschieht,
was damals begann als Ostern seinen Anfang nahm:


Wo einer dem andern neu vertraut
und mit ihm eine Brücke baut,
um Hass und Feindschaft zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden.

Wo einer am Ende nicht verzagt,
und einen neuen Anfang wagt,
um Leid und Trauer zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden.

Wo einer im Dunkeln nicht verstummt,
sondern das Lied der Hoffnung summt,
um Totenstolle zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden.

Wo einer das Unrecht beim Namen nennt
und sich zu seiner Schuld bekennt,
um das Vergessen zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden.

Wo einer das Unbequeme wagt
und offen seine Meinung sagt,
um Schein und Lüge zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden.

Wo einer gegen die Strömung schwimmt
und fremde Lasten auf sich nimmt,
um Not und Leiden zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden.

Wo einer dich aus der Trägheit weckt
und einen Weg mit dir entdeckt,
um hohe Mauern zu überwinden,
da kannst du Osterspuren finden

                                   Reinhard Bäcker

                                                                                     Homo absurdus

Wir brauchen immer mehr Kilometer
für ein Erlebnis.
Wir brauchen immer mehr Stimulation
für ein Lachen.
Wir brauchen immer mehr Tätigkeiten
für eine Tat.
Wir brauchen immer mehr Ideen
für eine Vision.
Wer hat uns das gelehrt?

Wir brauchen immer mehr Bilder
für ein Bild.
Wir brauchen immer mehr Wörter
für ein Wort.
Wir brauchen immer mehr Denken
für einen Gedanken.
Wir brauchen immer mehr Empfindungen
für ein Gefühl.
Wer hat uns das gelehrt?

Wir brauchen immer mehr Zeit,
um Zeit zu sparen.
Wir brauchen immer schnellere Autos,
um langsamer zu fahren.
Wir brauchen immer mehr Maschinen
und immer weniger Menschen.
Wir brauchen immer mehr Versprechen
für immer weniger Wahrheit.
Wer hat uns das gelehrt?

Wir brauchen immer mehr
für immer weniger.
Am Ende haben wir alles verbraucht:
Erde, Luft, Wasser, Energien,
Geist, Gefühl, Hoffnungen und Menschen.
Am Ende haben wir unseren Planeten verbraucht.
War es das wert?

Bodo Rieger, aus Misereor Fastenkalender 2010

Lebenszeit

Langsam durch die schnelle Zeit zieht der Geist der Ewigkeit,
schaut sich die Termine an, fragt mich: Sag, wann lebst du - wann?

Wann hast du mal Zeit zu sehen
was um dich herum geschieht,
Zeit auch Dinge zu verstehen,
die das Auge übersieht.
Abgehakt und abgelegt wie Terminkalender
schmeißt du deine Jahre fort ohne was zu ändern.

Wann nimmst du dir Zeit zu lauschen in die Stille, wie sie klingt?
Hörst du noch die Wellen rauschen in der Muschel, wenn sie singt?
Du kannst lernen zu verstehen, wo ein Mund den Dienst versagt.
Mit dem Herzen hinzusehen lernt, wer so zu hören wagt.

Wann nimmmst du dir Zeit zu leben,
durchzuatmen - ein und aus?
Hast du dich schon aufgegeben?
Wie sehn deine Träume aus?

Stemm die Füße in den Sand,
spür den Boden, der dich hält,
- Teil der großen, starken Hand,
- Teil des Schöpfers dieser Welt.

 Clemes Bittlinger

 

Jedes Mal, wenn zwei Menschen einander verzeihen

ist Weihnachten.
Jedesmal, wenn ihr Verständnis zeigt für eure Kinder,
ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr einem Menschen helft,
ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn jemand beschließt, ehrlich zu leben,
ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ein Kind geboren wid,
ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn du versuchtst, deinem Leben einen neuen Sinn zu geben,
ist Weihnachten.
Jedes Mal, wenn ihr einander anseht mit den Augen des Herzens,
mit einem Lächeln auf den Lippen,
ist Weihnachten.
Denn es ist geboren die Liebe.
Denn es ist geboren der Friede.
Denn es ist geboren die Gerechtigkeit.
Denn es ist geboren die Hoffnung.
Denn es ist geboren die Freude.
Denn es ist geboren Christus, der Herr.

        Aus Brasilien

 

Ich glaube, dass der Himmel darin besteht,

dass er die wunderbaren Augenblicke
unseres irdischen Daseins
in vollem Glanz wieder aufleben läßt.
Bei jedem Schritt werden wir anhalten,
betroffen von der überwältigenden Großmut unseres Gottes
und verwirrt über das mangelnde Verstehen,
dass wir beweisen haben.
Schon einen einzigen Augenblick noch einmal zu erleben,
wird uns in Taumel des Entzückens und der Dankbarkeit versetzen.
Wie schön war die Welt,
wie stumpf waren wir, so verdrossen und enttäuscht
inmitten all der Wunder dahinzuleben!
Gott wusste gar nicht genug zu erfinden,
um uns zu jeder Stunde, jeder Minute
zu erfreuen und aufzuheitern.

                                             Louis Evely


Nimm dir Zeit zum Denken,
es ist das Geheimnis ewiger Jugend.

Nimm dir Zeit zum Lesen,
es ist der Brunn der Weisheit.

Nim dir Zeit zum Träumen,
es bringt dich den Strnen näher.

Nimm dir Zeit zu lieben und geliebt zu werden,
es ist der wahre Reichtum des Lebens.

Nimm dir Zeit, dich umzuschauen,
der Tag ist zu kurz, um selbstsüchtig zu sein.

Nimm dir Zeit zum Lachen,
es ist die Musik der Seele.

Nimm dir Zeit, freundlich zu sein,
es ist der Weg zum Glück.

Nach einem alten irischen Gebet
abgedruckt in "Frau + Mutter 07/08.09"

 Das Seelsorgeteam wünscht allen schöne Ferien und einen erholsamen Urlaub.

 

                                                       Öffne den Himmel in meinem Herzen
Gott, öffne den Himmel in meinem Herzen,
erfülle mich mit Glück und Freude,
durchflute mich mit Licht und Farbe,
durchströme mich mit Freiheit und Liebe.
Gott, öffne den Himmel in meinem Herzen.
 
Gott, öffne den Himmel in meinen Gedanken,
lass mich denken die Worte der Güte,
lass mich denken die Sätze der Gnade,
lass mich denken die Geschichte der Liebe.
Gott, öffne den Himmel in meinem Herzen.
 
Gott, öffne den Himmel in meinen Augen,
sie sollen leuchten mit dem Licht deiner Freude,
sie sollen strahlen von der Kraft deiner Freiheit,
sie sollen glänzen von deiner Liebe.
Gott, öffne den Himmel in meinem Herzen.
 
Gott, öffne den Himmel in meinem Mund,
er soll bekennen den Glauben an dich,
er soll sprechen von der Hoffnung, die du gibst,
er soll besingen die Liebe, mit der du uns beschenkst.
Gott, öffne den Himmel in meinem Herzen.
 
Gott, öffne den Himmel in meinen Händen,
lass sie stark sein im Teilen und Helfen,
lass sie sanft sein im Verbinden und Verzeihen,
lass sie offen sein zum Frieden und zur Liebe. 
Gott, öffne den Himmel in meinem Herzen.
 
Gott, öffne deinen Himmel unter uns
durch mein Leben, 
durch meinen Glauben,
durch mein Lieben.
                                                        (Bruder Titus, 2002)
 

Ich will der leisen, guten Stimme glauben,
die niemals ganz in mir zum Schweigen kam,
die im Gelärm der Tage heimlich mahnte ,
die mich dem Widerstreit der Welt entnahm.

Ich will auf Jesu klare Stimme hören,
die unter tausend Stimmen sich erhebt,
die aus der Wahrheit quillt und Gnade atmet,
die von dem Gotte zeugt, der wirkt und lebt.

Ich will des guten Hirten Stimme scheiden
von allen andern Stimmen in der Welt,
will dem nur folgen, der mich auch im Dunkel
mit seinen ewgen Armen trägt und hält.

Lindolfo Weingärtner, Brasilien

 

Sternstunden

Nachtwanderer sind wir, gefährdet in den Dunkelheiten unserer Zeit,
angefochten von vielen, ungelösten Fragen.

Wo ist das Licht, wo leuchtet der Stern?

Wenigstens einen Spaltbreit öffne sich die Tür,
dass der Weihnachtsstern, Christus, unser Haus erhelle,
dass sein Licht aufleuchte in unseren Herzen,
und wir gestärkt und getröstet, unsere Wege gehen.

Sternstunden sind selten, doch brauchen wir ihren Glanz.

Nur so kann unser Leben gelingen
und Jesu Wort sich verwirklichen:
Ihr seid das Licht der Welt.

(Pater Heinz Perne)

Ihnen und Ihren Familien wünschen wir frohe und gesegnete Weihnachtstage.
Unsere guten Wünsche begleiten Sie ins Neue Jahr 2009!
Möge der Stern Sie begleiten!

Das Seelsorgeteam der Kirchengemeinde St. Marieä Himmelfahrt

 

Den Engel erkennen

Den Engel erkennen
in den aufrichtenden Worten:
Fürchte dich nicht,
hab Vertrauen in deinen Weg.

Den Engel erahnen
im unerwarteten Brief,
der mich erfahren lässt,
wie ich getragen bin.

Den Engel erleben
in der Widerstandskraft
der Frieden Stiftenden
in den Katastrophengebieten.

Den Engel erfahren
im Genießen der Gastfreundschaft
wo verschiedene Kulturen
sich beim Essen und Trinken begegnen.

Tag für Tag
einander Engel sein.

(Pierre Stutz)

 

Dein Wille geschehe

Maria Kreulich wurde am 5. Oktober 1889 in Essen geboren. Zusammen mit ihrem Mann Bernhard äußerte sie Kritik an Hitlers Politik und Kriegsführung. Das Ehepaar wurde denunziert, am 17. Juli 1943 verhaftet, am 21. Juli in das Gefängnis nach Potsdam verlegt. Maria Kreulich wurde am 17. März 1944 in Berlin-Plötzensee hingerichtet, ihr Mann zwei Tage später. Aus dem Gefängnis schrieb sie:

Potsdam, den 29.01.1944

Das letzte Gebet (von eurer tieftraurigen Schwester Maria)

Dein Wille geschehe, so sprach ich auch gern
Als Not und Sorge und Trübsal fern.
Dann kamen Stunden, so bang und so schwer,
Da wollte es kaum über die Lippen, o Herr.
Wenn das Herze blutet, und die Seele weint,
Wenn der helle Tag uns wie Nacht erscheint,
Dann, dann ist es so unsagbar schwer
Zu sprechen: Dein Wille geschehe, o Herr.
Dann möchte ich rufen: Herr, muss es denn sein?
Nur das nicht, nur das nicht, o Vater mein!
Und das Herze sträubt sich, den Weg zu gehen.
Es kann den Allmächtigen nicht verstehen.
Und es ruft wohl in all dem Schmerz und der Pein:
Mein Gott, mein Gott, soll das Liebe sein?
Und wieder, o Vater, vergib meine Zweifel,
Du hast doch mich lieb!
Verzehrt sich mein Herz auch in Weh und Pein,
Muss dennoch Dein Weg der rechte sein.
Dein Wille geschieht zwar, wenn ich auch nicht will,
Doch macht dieses Wissen das Herz mir nicht still.
Herr, lehre du mich rufen aus Herzensgrund,
Dass ich spreche mit dem Herzen, nicht mit dem Mund.
Dein Wille geschehe, nicht wie ich will,
Nur so wird es in mir allmählich still.
Herr, wende mein Herz ganz ab von der Welt
Und führe Du mich, wie es Dir gefällt.
Sind rauh auch die Wege und dornenvoll,
Ich weiß, du führst mich dennoch wohl.
Dies soll meine tägliche Bitte sein,
Dass ich nicht mehr begehre als Dich, Herr, allein.
Dein Wille geschehe, wenn die Sonne lacht,
Dein Wille geschehe in Trübsalsnacht.
Dein Wille geschehe, jetzt und ewiglich.
So nimm Herz und Hände und führe mich!
Wenn ich auch das Ziel Deiner Wege nicht sehe,
Du führst mich doch wohl, Herr, dein Wille geschehe.

aus: Frauengottesdienste, Thema: Bitten vom KlensVerlag